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Dominikanische Republik

Land und Leute
Am 5. Dezember 1492, nachdem er die Bahamas und Cuba für Europa
entdeckt hatte, sichtete Christoph Columbus unbekanntes Land und ankerte mit der
"Santa Maria" vor dem heutigen Môle St. Nicholas im Nordwesten der
Insel. Durch die Berglandschaft der Insel
fühlten sich die Spanier an ihr Heimat erinnert und gaben ihr daher den Namen
"Española", woraus später der Name Hispaniola entstand. Zeitlebens
war sie dann die ihm liebste Karibikinsel. Keramiken und Steinzeichnungen sind
die letzten stummen Zeugen der anderen Entdecker - Arawak-Indianer, die diese
Insel von Südamerika aus besiedelten. Schon vor der Ankunft der Spanier hatten
sie eine landwirtschaftliche Kultur entwickelt, die bei den Taino-Indianern das
höchste Niveau erreichte. Innerhalb von nur 30 Jahren gingen sie an der
Goldgier der Spanier, den eingeschleppten Krankheiten und der Zwangsarbeit
zugrunde.
In dem Ostteil der Insel liegt heute die
Dominikanische Republik, die auf 48 734 qkm Fläche knapp zwei Drittel von Hispaniola
bedeckt.
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Bevölkerung
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Von den ca. 8 Millionen Bewohnern sind 73% Mulatten, 16% Weisse
und 11% Schwarze. Die Weissen im Lande sind spanisch-aristokratischer Abstammung
und bilden die Oberschicht. Sie heben sich zusammen mit der Mittelschicht aus
Beamten, Ärzten, Bankenpersonal etc. stark von der breiten Masse der armen
Bevölkerung.
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Politisches System
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Präsidiale Republik, die Volksvertretung ist der Congreso
Nacional. Dieser besteht aus der Abgeordnetenkammer mit 120 Mitgliedern und
dem Senat mit 30 Mitgliedern. Staatsoberhaupt ist seit 2004 Leonel Fernandez (PLD).
 | Meilensteine der Landesgeschichte
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| ab 200 n.Chr |
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Taino - Indianer vom Stamm der Arawaken
verdrängen die ansässigen Siboneys |
| 5.Dez. 1492 |
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Kolumbus landet auf der Insel und gründet an
der Nordküste am Weihnachtstag die erste Siedlung - La Navidad |
| 1496 |
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Am Ufer des Ozama Flusses wird die Siedlung
La Nueva Isabella gegründet - das heutige Santo Domingo |
| 1533 |
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Aufstand der letzten Tainos unter ihrem
Häuptling Enriquillo |
| 1586 |
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Francis Drake plündert Santo Domingo; im
Westen der Insel lassen sich französische Piraten nieder |
| 1697 |
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Frieden von Rijkswijk - Spanien muss den
westlichen Teil Hispaniolas an Frankreich abtreten |
| 1791 |
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Sklavenaufstand im Westen; nach einem
12-jährigen Krieg wird 1804 die Republik Haiti gegründet |
| 1821 |
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Der spanische Inselteil erklärt seine
Unabhängigkeit und wird daraufhin von Haiti besetzt |
| 27.Feb. 1844 |
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Den Männern von "La Trinitaria" -
Juan Pablo Duarte, Mella und Sanchez zusammen mit dem Strategen Pedro
Santana gelingt der Putsch gegen die haitianische Garnison in Santo
Domingo. Sie erklären die Unabhängigkeit des Landes, das sich von nun an
Dominikanische Republik nennt |
| 1916 - 1924 |
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Besetzung des Landes durch die USA im Namen
der Monroe-Doktrin |
| 1930 |
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General Trujillo ergreift die Macht; noch
bevor der Diktator 1961 ermordet wird, überträgt er sein Amt dem jungen
Juristen Joaquín Balaguer |
| 20.Dez. 1962 |
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Juan Bosch gewinnt die ersten freien Wahlen
nach 30 Jahren Diktatur; 6 Monate später wird er durch einen
Militärputsch gestürzt, ein Bürgerkrieg bricht aus, die USA schreiten
ein |
| 1966 |
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Die Wahlen gewinnt Balaguer und wird somit
erneut zum Präsident; er bleibt 12 Jahre an der Macht |
| 1986 - 1994 |
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Joaquín Balaguer gewinnt insgesamt drei Mal
die Präsidentschaftswahlen bis er 1996 durch Leonel Fernandez abgelöst
wird |
Reisetipps
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Reisezeit und Kleidung
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Die Hauptreisesaison liegt in den Monaten November bis April. Da
sich die Jahreszeiten jedoch nicht grundlegend voneinander unterscheiden, wird
das Land auch während der übrigen Zeit besucht. Allerdings muss man in dieser
Zeit mit kurzen, aber heftigen Regenschauern und einer höheren
Luftfeuchtigkeit rechnen. Es ist zu empfehlen leichte Baumwoll- oder
Leinenkleidung mitzunehmen, und da die Dominikaner grossen Wert auf ein
gepflegtes Äusseres legen, ausser reiner (typisch Touri) Freizeitkleidung auch
lange Hosen und Hemden usw. einpacken, um in einigen Lokalen nicht unangenehm
aufzufallen.
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Verkehr
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Im Vergleich mit den anderen Karibikstaaten verfügt das Land
über das beste Strassennetz. Die komfortablen Überlandbusse der
Gesellschaften Metro und Caribe Tours sorgen für Verbindungen
zwischen allen grösseren Städten des Landes. Die Abfahrts- und Ankunftszeiten
werden fast auf die Minute eingehalten und das einzige Problem ist die zu tiefe
Temperatur im Bus während der Fahrt - die Klimaanlage läuft auf Hochtouren.
Zwischen den kleineren Orten verkehren die guaguas, kleine Minibusse, die
immer auf den selben Routen fahren und auf ein Zeichen überall anhalten. Auf
dem Land gehören die motoconchos, Motorradtaxis zu den
Hauptverkehrsmitteln, für die Strecke Palma Bonita - Las Terrenas Mitte bezahlt
man z.B. 25 - 30 Pesos, nachts das Doppelte. In Santo Domingo verkehren die
carros publicos, Sammeltaxis, die auch immer die selben Routen befahren.
In den Städten kann man den Dienst einer Taxigesellschaft in Anspruch nehmen
und telefonisch ein Taxi bestellen, das auch prompt - binnen Minuten an
jedem beliebigen Ort erscheint (in Santo Domingo z.B. Apollo Taxi u.a.).
Den Fahrpreis bereits vorher aushandeln.
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Geld
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Landeswährung ist der Dominikanische Peso, abgekürzt
RD$. Reiseschecks in US$ mitnehmen. Gängige Kreditkarten (Mastercard,
Visa, American Express) werden in vielen Geschäften und Restaurants akzeptiert.
Geldwechsel - in Wechselstuben (casa de cambio) oder in den Banken
(Öffnungszeiten werktags normalerweise 8.00 - 16.00).
Aktuelle Währungskurse: (klicken Sie auf die
Banknote)
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